Abmahnung wegen Google Fonts? 3 Schritte um das zu vermeiden!

Sie verwenden eine bestimmte Schrift auf ihrer Website, die von Google Fonts bereitgestellt wird? Womöglich sogar ohne dass sie das wissen? Das kann nicht nur Ärger durch Anwaltsbriefe bedeuten, sondern sogar je Abmahnung mindesten EUR 170,- an Schadenersatz (manche reden sogar von EUR 3.000,-). Und das je Besucher, der das via Anwalt geltend macht!

Wir helfen Ihnen, dies zu vermeiden!!

 

Was heißt „Fonts“?

„Fonts“ ist der englische Ausdruck für Schriftarten. Da man im IT-Bereich gerne englische Ausdrücke 1 zu 1 übernimmt, werden Schriftarten im Webbereich und anderen IT-Bereichen als Fonts bezeichnet. Wenn also jemand von „Fonts“ spricht, dann sind damit stets Schriftstile und Schriftarten gemeint.

Warum sind Google Fonts durch Google verboten?

Die DSGVO regelt, dass personifizierte Kundendaten (wie z.B. eine IP-Adresse Deines Besuchers) nicht einfach gesammelt und an Dritte übertragen werden darf. Du benötigst dafür eine sogenannte Zustimmung (Cookie-Banner). Lehnt Dein Besucher diese Zustimmung ab, dann darf die jeweilige Schriftart nicht von Google geladen werden, sondern es muss eine Alternativschrift aktiv werden.

Wichtig: Der Bezug der Google Fonts von den Google Servern ist laut aktueller Meinung verboten! Der Einsatz von Google Fonts nicht. Es sollte sichergestellt werden, dass die Schriftarten anders bezogen/geladen werden.

Wenn sie eine Abmahnung wegen dem Einsatz von Google Fonts erhalten haben, dann ist diese (am besten mit einem Anwalt) genauer zu prüfen und zu hinterfragen, da nämlich in der FAQ von Google Fonts unter https://developers.google.com/fonts/faq ein Hinweis verankert ist, der da lautet „IP-Adressen werden nicht protokolliert.

Was passiert (scheinbar) im Hintergrund?

Damit die Google Schriftart angezeigt werden kann, wird eine Anfrage an Google übermittelt. Diese Anfrage übermittelt jedoch unerlaubterweise viele Informationen, unter anderem die IP-Adresse deines Besuchers (so der Stand im Februar 2022). Google weiß also ab diesem Zeitpunkt, welche Website welcher Besucher ansieht und kann so das Benutzerprofil deines Besuchers ergänzen und mit entsprechender Werbung oder Auswertungen im Hintergrund versehen. Verständlich, dass das niemand einfach so möchte. Die Frage ist, ob dies nach wie vor so ist?

Wer haftet durch die unerlaubte Nutzung von Google Fonts?

Für alle Elemente auf ihrer Website, haften immer sie selbst und vollständig. Wenn sie also eine Abmahnung bekommen, dann müssen sie die Kosten tragen. Die wenigsten Leute wissen übrigens, dass eine Abmahnung NICHT von einer etwaige Rechtsschutzversicherung übernommen wird. Wenn sie also einen eigenen Anwalt damit beauftragen möchten diese Abmahnung zu bekämpfen, dann müssen sie diesen Anwalt ebenfalls selbst bezahlen.

Anbei die Kosten-Aufschlüsselung der Google-Fonts Abmahnwelle im August 2022 durch einen Anwalt in:

  UNNÖTIGE KOSTEN
Abmahnung Anwaltskosten Gegenseite mindestens EUR 90,-
Abmahnung Schadenersatz Gegenseite mindestens EUR 100,-
Notwendige Änderungen aufgrund Abmahnung zwischen EUR 100,-
und EUR 500,- oder mehr
Potentielle weitere Kosten durch unterzeichnete Unterlassungserklärung mindestens EUR 6.000,-
Ärger und Frustration auf eigener Seite Sehr hoch

Wie kann ich eine Abmahnung durch Google Fonts verhindern?

Zuerst empfehle ich, zu prüfen ob Google Fonts von Google geladen werden. Das kann man mit unterschiedlichen Websites prüfen, wie z.B. https://sicher3.de/google-fonts-checker/

Wenn das Ergebnis eindeutig ist, sprich sie beziehen von Google die jeweilige Schriftart, dann gibt es drei Möglichkeiten, wie eine Abmahnung zu verhindern:

Einbindung in den Cookie-Banner

Sie lassen sich für die Verwendung von Google Fonts eine Zustimmung/Einwilligung durch einen Cookie-Banner geben. Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Auswahl darf NICHT im Vorfeld aktiviert sein. Diese Zustimmung muss der Besucher von sich aus selbst geben.

Verzicht auf Google Fonts

Die zweite Möglichkeit ist gänzlich auf Google Fonts zu verzichten. Das klingt vielleicht einfach, ist es aber gar nicht, da nämlich viele Fonts in der Google Bibliothek vorhanden sind und für Webseiten optimiert wurden. Eine alternative Schrift zu finden, die zu deinem Unternehmen oder deinem Produkt passt, kann somit zum Marathon werden.

Einbindung als lokale Schriftart

Die dritte und beste Möglichkeit um Google Fonts Abmahnungen zu vermeiden ist, die Schriftart nicht von Google zu beziehen, sondern in ihre WordPress Installation lokal zu installieren. Somit werden keine Daten übertragen und sie entsprechen mit ihrer Website der DSGVO. Eine Zustimmung via Cookie-Banner ist in diesem Fall ebenfalls nicht mehr notwendig. Ein weiterer Vorteil der sich dadurch ergibt: Ihre Website lädt alles von ihrem eigenen Server und wird dadurch eventuell etwas schneller.

Die dritte Variante ist übrigens in meinem Leistungsumfang und kann für ihreWordPress-Website jederzeit durchgeführt werden. Und das sogar günstiger als jede Abmahnung!

Die Sache mit der Datenschutzerklärung

Eventuell sind Sie nun der Meinung, dass sie sehr wohl die Google Fonts von Google verwenden können, weil sie das in ihrer Datenschutzerklärung so verankert haben. Es gibt ja genug Datenschutzerklärung-Generatoren die diesen Hinweis mit nur einer Checkbox einbauen.

Allerdings sind sie damit im Irrtum. Denn die Datenschutzerklärung klärt ihre Besucher nur auf. Sie ist kein Mittel um Daten unerlaubt zu sammeln oder zu übertragen. Sprich, wenn sie das in ihrer Datenschutzerklärung sogar stehen haben, dann können sie sich darauf nicht mehr hinausreden, dass sie die Daten unwissentlich an Google übertragen haben. Sie sind/waren sich demzufolge dessen bewusst, weshalb sie Gefahr laufen eine größere Strafe zu erhalten.

Zögern sie also nicht länger! Vermeiden sie Abmahnungen durch Google Fonts!
Ich unterstütze sie dabei, weil ich ihnen unnötige Kosten ersparen möchte.